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1

Dienstag, 10. Januar 2012, 00:09

Jelco SA-750L mit Ortofon SPU GM - diesmal richtig

Hallo,

Es gab mal einen Thread in dem es darum ging, ein Ortofon SPU GM an einem Jelco SA-750L zu betreiben: Jelco SA-750L mit SPU - geht das?

Da ich das jetzt auch vorhabe, habe ich mich näher mit dem Thema beschäftigt und dabei entdeckt, dass sie Angaben des Abstandes von der Nadel zum Bajonettkragen, die in besagtem Thread verwendet werden, allesamt falsch sind!

Folgende Werte sind Richtig:

Der geforderte Abstand von Nadel zu Bajonettkragen beträgt beim Jelco SA-750L 52mm.
(Nach Rückfrage bei Jelco bekam ich folgende Zeichnung zugesandt)


Der Nadel-Bajonettkragen-Abstand des Ortofon SPU GM beträgt 51mm
(Von Ortofon bekam ich folgende Zeichnung zugesandt)


Was mich auch zu meiner Frage bringt:
Da alle meine Headshells auf 52mm justiert sind (zur Info: für einen Technics 1210) und auch von dem neu erworbenen Jelco SA-750L verlangt werden, wäre es gut, das Ortofon SPU so zu modifizieren, dass der Nadel-Bajonettkragen-Abstand 52mm beträgt.
Hat das schon jemand probiert, bzw ist das möglich?


Gruß
Gerhard

2

Dienstag, 10. Januar 2012, 07:55

Da wäre wohl ein SPU als 1/2" besser gewesen. Leider gibt es keine Norm bei SME-kompatiblen Headshells, die von 46-53mm so ziemlich alles haben. Selbst habe ich noch kein SPU gehabt, weiß daher nicht, ob es Langlöcher oder ähnliches im Gehäuse gibt.
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


3

Dienstag, 10. Januar 2012, 08:47

Hallo,

Vielleicht hilft ein Gummiring für den fehlenden 1mm. in der art wie http://www.ebay.de/itm/370573715744?ssPa…984.m1423.l2648
Gehört eigentlich zu den meisten Headshells orginal mit dazu, kauft man gebraucht fehlt dieser oftmals. Das fehlen macht sich bei Langlöchern und verstellbarem Überhang ( wie zb. Sony SH 150 ) nicht bemerkbar, ich habe auch keinen Unterschied im Anschluss zum Tonarmrohr gemerkt, es wackelt nichts ohne Ring und es lässt sich problemlos festschrauben mit Ring.

Gruß,
Uwe

4

Dienstag, 10. Januar 2012, 09:06

Moin, ich würde mir um den einen Millimeter keinen Kopf machen. Da hörst Du mit Sicherheit keinen Unterschied.
Gruß Michael

5

Dienstag, 10. Januar 2012, 10:31

Dann würde ich eher eine Unterlegscheibe anpassen. Ein Gummiring dämpft die Bässe.
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


6

Dienstag, 10. Januar 2012, 11:07

Moin, ich würde mir um den einen Millimeter keinen Kopf machen. Da hörst Du mit Sicherheit keinen Unterschied.

Das glaube ich gerne.

Dann würde ich eher eine Unterlegscheibe anpassen. Ein Gummiring dämpft die Bässe.

Das glaube ich eher weniger.

In der Ortofon Zeichnung scheint der Gummiring zu fehlen. Oder lassen mich meine Äuglein im Stich?

7

Dienstag, 10. Januar 2012, 11:20

Hallo,

Wahrscheinlich wird das Ortofon serienmässig ohne Gummiring ausgeliefert,

http://www.schopper.ch/uploads/images/Or…n_Synergy_2.jpg

Unterlegscheibe ist nicht wirklich sinnvoll, wir reden hier über den Kontakt zwischen dem äusserem Headshellanschlusspin und der Rändelschraube am Tonarmrohr, ich glaube nicht das da konstruktionsbedingt irgendwas übertragen werden sollte, wichtig ist fester Halt der Headshell im Tonarmrohr und schlüssiger Kontakt der Headshellpins an die Buchse im Tonarmrohr.

Gruß,
Uwe

finkployd

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8

Dienstag, 10. Januar 2012, 11:20

Hallo Gerhard,
ich denke auch, dass 1mm keinen Unterschied macht - nach meiner Erfahrung sind VTA, Auflagekraft und Azimuth viel klangrelevanter als Überhang/Kröpfung - solange man in einem vertretbaren Rahmen bleibt.
Ich habe gerade mal bei meiner 1:1-Zeichnung des 9-Zoll-750ers nachgemessen (der Abstand war auf der ansonsten ähnlichen Zeichnung nicht angegeben) und komme dort interessanterweise auf 51mm.
Viele Grüße,
Frank

9

Dienstag, 10. Januar 2012, 11:24

PS @ Gerhard (nertsch): Schöner Beitrag, übrigens! :)

10

Dienstag, 10. Januar 2012, 11:28

Unterlegscheibe ist nicht wirklich sinnvoll, wir reden hier über den Kontakt zwischen dem äusserem Headshellanschlusspin und der Rändelschraube am Tonarmrohr, ich glaube nicht das da konstruktionsbedingt irgendwas übertragen werden sollte, wichtig ist fester Halt der Headshell im Tonarmrohr und schlüssiger Kontakt der Headshellpins an die Buchse im Tonarmrohr.
GGf. muß die Scheibe angepaßt werden, die muß natürlich da sitzen, wo sonst der Gummiring säße, alles andere macht keinen Sinn. Gerade wegen der Kraftschlüssigkeit und der Basswiedergabe kam mir die Scheibe in den Sinn als einfachste aller Lösungen.

Ansonsten würde ich per Einstellschablone prüfen und ggf. mit der Exceltabelle nachrechnen, welche Auswirkungen 1mm in der Theorie hat. In der Praxis denke ich auch, wird das nicht dramatisch sein. Aber manche hören ja die Tagesstimmung der Vinylmoleküle heraus... :S :D
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


der_yeti

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11

Dienstag, 10. Januar 2012, 14:16

Ansonsten würde ich per Einstellschablone prüfen
Nach Stevenson passt der Überhang mit 51mm...

Hab mein SPU mal aufgeschraubt: leider nichts einstellbar, auch wenn ich den Verdacht hegte...

Viele Grüße,
Alex

„Warum liegt hier Stroh?“

12

Dienstag, 10. Januar 2012, 14:50

Nach Stevenson passt der Überhang mit 51mm...
Na dann... :thumbup:

Meinen Koshin betreibe ich mit 16 statt 15mm Überhang (Werksangabe). Paßt mit der IEC-Schablone auch bestens. Sind in der Headshell dann gut 50mm.
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


13

Dienstag, 10. Januar 2012, 15:21

Was ist eigentlich eine "IEC-Schablone"?

14

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:06

Die mal in der Audio beilag. Die Nullradien sollen der IEC-Norm entsprechen.
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


findus

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15

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:15

Hi Uwe,


da Du Dich eh auskennst.. :whistling: Schablone

Grüße
Arnold
...es kommt nix besseres nach... :heul:

16

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:30

Die Nullradien sollen der IEC-Norm entsprechen.

Diese Ungenauigkeit dachte ich mir.

Die IEC-Norm gibt, genau wie die DI-Norm, nur die maximalen bespielten Radien einer LP an, nicht aber die Lage der Nullpunkte. Die können äußerst unterschiedlich ausfallen: Nach Löfgren A (= Baerwald), Löfgren B, Stevenson und nach theoretisch unendlich vielen weiteren, sinnvollen Lösungen.

Ich weß, ich weiß. Eine Haarspalterei. :whistling: Kann aber Missverständnisse verhindern.

da Du Dich eh auskennst.. :whistling: Schablone

Guter Link. Kannte ich noch nicht. :merci:

17

Dienstag, 10. Januar 2012, 20:07

Ich weiß, ich weiß. Eine Haarspalterei. :whistling: Kann aber Missverständnisse verhindern.

Ok, einigen wir uns auf die "Audio-Schablone" ;)
Gruß André

Gewerblicher Teilnehmer


der_yeti

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18

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:04

...ist doch nur ein erstaunlich gut funktionierender Kompromiss...
Viele Grüße,
Alex

„Warum liegt hier Stroh?“

19

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:47

Hi,

danke für dei vielen Antworten!

Schade dass das SPU nicht justierbar ist... Doch das Bild von Alex lässt zu hoffen übrig, dass die Langlöcher selbst hergestellt werden können.
Tatsächlich fand ich auch dann auch diesen Thread: SPU - lang - zu lang?

Falls es noch jemanden interessiert, ich habe das mit dem 1 mm mal durchgerechnet (alle Maße in mm):

Hier die Angaben der Herstellers (Jelco)
Effektive Länge: 305
Überhang: 15
Kröpfungswinkel: 19°
Spurfehlerwinkel: +1,42° / -0,97°



Mit dem Baerwald/Loefgren Excel wurden nun folgende Konfigurationen durchgerechnet:

  1. Die Geometrie die von Jelco gefordert ist
  2. Die Geometrie die sich ergibt, wenn eine SPU mit 51 mm montiert wird: Die Effektive Länge und der Üh werden um 1 mm reduziert ( Ja ich weiss der cosinus von 19° ist nicht 1, doch 0,945 ist noch vernachlässigbar... :thumbsup: )
  3. Die Geometrie die sich ergibt, wenn eine SPU mit 51 mm montiert wird und der Tonarm 1 mm näher bei der Achse montiert wird: Effektive Länge ist um 1 mm kleiner, der Überhang bleibt gleich

Mit dem Baerwald/Loefgren Excel komme ich mit den gegebenen Parameteran (Eff. len/Üh/Kröpfung) auf folgendes Ergebnis:



Spurradius_________Original(1)_______SPU(2)________SPU_Korrigiert(3)
57,4_______________1,426°____________0,432°________1,444°
RadiusX___________-0,956°___________-1,544°_______-0,926°
146,0______________0,853°____________0,503°________0,9°


RadiusX:__________94,9______________91,3__________94,5

Nulldurchg._______68,7/129,9________60,5/137,5____69/129

So sehen die Graphen aus:

Original(1)


SPU(2)


SPU_Korrigiert(3)


Anscheinend ist der Überhang kritischer als die effektive Länge, denn das korrigierte setup (3) ist sehr nahe an der Originalgeometrie. Das Setup 2 besitzt meines Erachtens etwas ungünstige Nulldurchgänge.
(Wäre der Nadel-Bajonettkragen des SPU noch einen mm kleiner, so würde ohne korrektur schon ein max Spurfehlerwinkel von 2,2° auftreten und 1,25% Verzerrung. => Ließe sich aber wieder mit dem Achsabstand relativieren)
Ob zwischen den drei Geometrien Unterschiede zu hören sind wage ich auch zu bezweifeln, sind doch die maximalen Abweichungen in etwa gleich groß (treten jedoch an Unterschiedlichen stellen auf).

Meine favorisierte Lösung is nun eindeutig, dem SPU mit der Feile zu Leibe rücken.

Gruß
Gerhard

der_yeti

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20

Dienstag, 10. Januar 2012, 22:03

Hallo Gerhard,

Meine favorisierte Lösung is nun eindeutig, dem SPU mit der Feile zu Leibe rücken.
Und bei der Gelegenheit könnte man den unsäglichen Plastikdeckel und das Gehäuse selbst ein wenig bedämpfen - vielleicht?
Viele Grüße,
Alex

„Warum liegt hier Stroh?“

defektzero

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21

Mittwoch, 11. Januar 2012, 00:38

hallo,

Meine favorisierte Lösung is nun eindeutig, dem SPU mit der Feile zu Leibe rücken.
hast du nicht die möglichkeit die armbasis (montageabstand) etwas zu verschiebem - ca. 1mm halt?
dann kommst du zu ner anständigen geometrie, ohne handstände.


grüssle henner
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defektzero

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22

Mittwoch, 11. Januar 2012, 00:50

...wenn du es schaffst den montageabstand von 280 auf 279 zu verkleinern und den überhang bei 15 mm beläßt, bleibt auch mit ner eff. länge von 304mm alles in butter:

http://www.vinylengine.com/tonearm_align…ubmit=calculate


grüssle henner
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »defektzero« (11. Januar 2012, 00:51)


23

Mittwoch, 11. Januar 2012, 07:26

Meine favorisierte Lösung is nun eindeutig, dem SPU mit der Feile zu Leibe rücken.

Liebe Kinder, macht bitte nicht nach, was der Onkel da vorführt. :cursing:

Au man ... :pinch:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sauron« (11. Januar 2012, 07:27)


24

Mittwoch, 11. Januar 2012, 10:08

Hi,

@defektzero
Das ist eine Lösung, die ich in der Tat in Betrach gezogen habe, wie meinem letzten Post zu entnehmen ist:
3. Die Geometrie die sich ergibt, wenn eine SPU mit 51 mm montiert wird und der Tonarm 1 mm näher bei der Achse montiert wird: Effektive Länge ist um 1 mm kleiner, der Überhang bleibt gleich


Was mich dabei stört ist, dass eben alle anderen Headshells, die ich habe, auf 52mm justiert sind. Somit müsste der Tonarm in einer Art SME-Schlitten bewegbar sein, was aber bei einem Headshellwechsel eine Neujustage zur Folge hat.

@Sauron
Du stellst Dir jetzt sicher vor, wie ich fröhlich pfeifend, das in einem Maschinenschraubstock eingespannte SPU mit einer Schruppfeile bearbeite... :D => So schlimm wird's schon nicht werden.
Aber mal im Ernst: was soll denn schon viel schiefgehen. Immerhin wurde so ein SPU-Umbau von einem Forenmitglied schon erfolgreich durchgeführt. (Naja, die Garantie und Gewährleistung sind nach dem "Eingriff" vermutlich weg).

Gruß
Gerhard

25

Mittwoch, 11. Januar 2012, 12:54

Meine favorisierte Lösung is nun eindeutig, dem SPU mit der Feile zu Leibe rücken.
hast du nicht die möglichkeit die armbasis (montageabstand) etwas zu verschiebem

Das wäre die sauberste Lösung.
Und den richtigen Montageabstand dann mit einer Zweipunktschablone mit beiden OriginalNullpunkten überprüfen.
So könnte man für jeden Tonabnehmer perfekt justieren.
Alles andere halte ich für Murks.
Gruß
Jürgen

defektzero

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26

Donnerstag, 12. Januar 2012, 11:35

sorry,
wie meinem letzten Post zu entnehmen ist
...hatte ich überlesen :pinch:


grüssle henner
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